?

Log in

Previous 10

May. 3rd, 2027

lenta_georgiya

Please comment on this

if you have questions, pleas or suggestions.

May. 24th, 2007

lenta_georgiya

"Hexenjagd in Estland"

Nachdem der erste Schock über die Bronzene Nacht überstanden wurde, beginnt der estnische Staat zurückzuschlagen. Jede Art von Illoyalität gegenüber der jetzigen Regierung wird als per se staatsfeindlich ausgelegt. Einige Beispiele:


weiter lesen
lenta_georgiya

EU hat sich geäußert

a_dyukov schreibt: "Europarliament hat die Resolution über die Ereignisse in Estland ratifiziert. Es gibt eine inofizielle Übersetzung ins Russische hier,  und wenn sie auch nur grob richtig ist,  kann ich euch gratulieren. Man will unsere Geschichte ernsthaft anpacken. Europarliament ruft die Regierung Russlands dazu auf "an einem offenen und unvoreingenommenen Dialog mit demokratischen Staaten des Zentralen- und Osteuropas über die Geschichte und über die im 20 Jahrhundert eingengangenen Verbrechen gegen Menschheit, u. a. seitens der totalitarischen kommunistischen Regimen, teilzunehmen". Mit anderen Worten, zahlen und büßen.

Gratulation".

aus den Kommentaren:
thelof : Eigentlich gibt es nichts schlimmes in so einem Satz. Andererseits, "offener und unvoreingenommener Dialog" ist anscheinend ein Euphemismus für "entschuldigt euch und büßt, und dann büßt und entschuldigt euch wieder ". Deswegen ist es nicht ganz klar was von einem erwartet wird. Auf der FSB- Webseite sind Ergebnisse der Repressionenforschungen zu finden, Eltzin hat schon offiziell für Katyn entschuldigt, Putin hat Blumen auf das Monument niedergelegt.
Rußland wird weimarisiert, Abneigung gegen alles westliche wird gefördert. Ganz simple Signale werden gesendet: Rußland ist der Feind Europas. Und Europa ist der Feind Rußlands.      
                [info]a_dyukov: Unser größtes Problem ist dass unser Land für so einen "Dialog" prinzipiell nicht bereit ist. Denn in Pribaltik, in Polen, in der Ukraine gibt es spezielle Strukturen die sich mit Geschichte "der sowjetischen Periode" befassen und die sie verzerren. Und bei uns ist es bloß ein Häufchen Spezialisten die sich mit diesen Fragen beschäftigen. Und es kommt keine Reaktion von uns auf Verzerrungen der anderen. Also "Diskussion" wird einfach nicht statt finden: wir werden einfach nicht beweisen können, dass die Vorwürfe der "unterdrückten" keine Berechtigung haben.


gepostet hier
lenta_georgiya

Europarliament resolution on WWII from 18 Mai 2005 : the standards remained unchanged since then.


European Parliament resolution on the 60th anniversary of the end of the Second World War on May 8, 1945.

lenta_georgiya

EU fordert gemäß eigenen Interessen

European Parliament resolution of 10 May 2007 on the EU-Russia Summit to be held in Samara on 18 May 2007

The European Parliament ,

–   having regard to the Partnership and Cooperation Agreement between the European Communities and their Member States, of the one part, and the Russian Federation, of the other part(1) , which entered into force in 1997 and expires in 2007,

–   having regard to the objective of the EU and Russia, set out in the joint statement issued following the St Petersburg Summit held on 31 May 2003, to set up a common economic space, a common space of freedom, security and justice, a common space of cooperation in the field of external security and a common space of research and education, including cultural aspects,

 

May. 16th, 2007

lenta_georgiya

Giulietto Chiesa: "От Таллина до Будапешта против коммунистов или война памятников"

от 7 мая 2007

Две волны, могущие в недалеком будущем превратиться в цунами, набирают темп в Европе. Как знать? Это последствие речей Путина, принятых в Европе без излишнего восторга (в Вашингтоне и Лондоне, а к тому же и в Варшаве, Вильнюсе, Таллинне, Будапеште и Праге). А, возможно, снова слышна поступь истории и неудовлетворенная жажда возмездия.

 
оригинальная статья здесь(итал.)

Tags:

May. 14th, 2007

lenta_georgiya

HELP! Ist es wahr? Это правда? Is it true?

Kloty спрашивает:


Здраствуйте, может кто-нибудь подтвердить этот список?
Я взял этот список из комментария в Дельфи. Я ничего не могу сказать, насколько этот список правдив и кто его составил. Может кто-нибудь подтвердить или оповергнуть эту информацию?

/


VERSCHWANDEN:
ПРОПАЛИ:
MISSED:


26 апр. ВЛАДИСЛАВ ВАСИЛЬЕВ 86 г.р. (Последний раз видели на Рахумяе 6, das letzte Mal auf Rahumäe 6 gesehen. Last seen on Rahumäe 6)

26 апр. ЮРИЙ СМИРНОВ 88 г.р. (Последний раз видели в Тартуской тюрьме, das letzte Mal im Gefängins von Tartu gesehen. Last seen in prison of Tartu)


26 апр. АНДРЕС ТАЛЬВЕР 73 г.р. (Уехал из Силламяэ, Fuhr weg aus Sillamäe, Drove away from Sillamäe )

27 апр. АРСЕН АРУТЮНЯН 93 г.р. (В 19 часов видели на площади, um 19 Uhr am Platz gesehen, at 19 o'clock seen at square ) Which square???

27 апр. ВЯЧЕСЛАВ ДЕМИДОВ 78 г.р.


27 апр. ЛЕОНИД МИХАЙЛОВ 54 г.р.

27 апр. МАКСИМ САДЕКОВ 85 г.р.

27 апр. СЕРГЕЙ КЛЕНСКОЙ 73 г.р.

27 апр. ОЛЕГ ЮНИЦКИЙ 63 г.р.


27 апр. ОЛЕГ КОНОПЛЁВ 29 лет.

26 апр. МАКСИМ ПАТРЫНИН 87 г.р.

27 апр. АЛЕКСАНДР ДОРОЖКО 16 лет.

26 апр. МАРК СИРЫК 18 лет
. (Арестован, обыск дома, сидит в тюрьме, Verhaftet, Hausdurchsuchung, sitzt im Gefängnis, arrested, house search, is in prison now)

27 апр. АЛЕКСАНДР ПЕРЕЛЫГИН 21 год.

27 апр. ЕВГЕНИЙ ШИПКО 89 г.р.

27 апр. ВИКТОР ШАТИЛИН 84 г.р.

27 апр. АЛЕКСАНДР ОВЧИННИКОВ -

26 апр. МАКСИМ МЕЛЯКОВ 87 г.р.

26 апр. ДЕНИС КОНОНОВ 81 г.р.

27 апр. РОМАН СЕРЕНКО -

27 апр. ДМИТРИЙ БЕЗДРОБНЫЙ -

27 апр. ЭДУАРД АДАМОВИЧ 86 г.р.

27 апр. ХАННЕС ЛУЙК -


26 апр. ПАВЕЛ ПАНЧЕНКО 83 г.р.    FOUND

27 апр.АЛЕКСАНДР БАРАНОВ 68 г.р.
   FOUND

27 апр.НАДЕЖДА КАРАНИНА 87 г.р.   
FOUND

26 апр. СЕРГЕЙ ЛЕБЕДЕВ 36 лет.    
LET GO

26 апр. СЕРГЕЙ ЮРС 84 г.р.     LET GO


26 апр. МАКСИМ ВЯЗОВ -


29 апр. АЛЕКСЕЙ ПРОКУШЕНКО 27 лет.

27 апр. ВЛАДИСЛАВ ВЕЛИСОВ 28 лет
. (По сведениям знакомых находится в тюрьме в Тарту), nach Aussagen von Bekannten ist er im Gefängnis in Tartu. Friends of him are aware, he is in prison in Tartu

27 апр. ДЕНИС КОСОВ 85 г.р.

Знаменитых активистов Ночного Дозора как Димитрий Линтер или Макс Реве нет в этом списке. Известно, что их аррестовали и обвинили в организации массовых безпорядков. О Марке Сирыке сегодня была статья в Дельфи, его обвиняют в лидерстве русской организации "Наши" в Эстонии. "Наши" не запрещенна в Эстонии. Также имеются доказательства, что он не участвовал в событиях вокруг Бронзового Солдата.

/

May. 10th, 2007

lenta_georgiya

Estonia must investigate human rights violations committed during riots in Tallinn

The International Federation for Human Rights (FIDH) and the Latvian Human Rights Committee (LHRC), its member organization in Latvia, express their concern about the human right violations perpetrated both by demonstrators and police during riots in Estonia that left one person dead and more than 150 people injured.

 

 

the open letter published hier 

в новостях
lenta_georgiya

Raul Kalev: "Entschuldigung, noch mal Entschuldigung": rus.postimees.ee

Raul Kalev, PR- Spezialist, Geschäftsführer der Firma Nägu ja tegu

Wir wollten und konnten es nicht verstehen, dass andere Völker andere Heiligtümer haben könnten. Raul Kalev ist der Meinung dass der sicherste Ausweg aus der Situation in Estland ist der Versuch einander zu verstehen, der Wunsch die Geschichte, Sitten und Heiligtümer der Völker kennen zu lernen, die neben uns leben.


Ich bin Este. Vor anderthalb Wochen habe ich mein Zuhause verteidigt, das 150m vom Aljosha steht. Ich wurde von der Polizei ergriffen und nach dem man mich erstmal kräftig zusammengeschlagen hat, wurde ich festgnommen und verbrachte die Nacht in einer Zelle. Wie viele andere Esten und Russen. Früher würde ich nie glauben, dass ich während ich auf der Haustreppe stehe um aufzusehen, dass die Randalierer meine Fenster nicht einschlagen, mich vor den Vertretern der staatlichen Macht fürchten muss.

Originaltext hier

 

May. 9th, 2007

lenta_georgiya

Klaus Dornemann: Bericht über eine bittere Nacht, unschuldig in estnischem Polizeigewahrsam.


Mit dem Erlaubnis von Herr Klaus Dornemann veröffentliche ich seinen Brief.

An den

Herrn Präsident der Republik Estland
Toomas Hendrik Ilves

Botschafter der Bundesrepublik Deutschland,Tallinn

Kommission für Menschenrechte der EU, Brüssel

Polizeipräfekten von Tallinn Herr Raivo Küüt

An den Õguskantsler Herr Allar Jõks

Leiter Informationszentrum für
Menschenrechte , Herr A. Semjonov


Bericht über eine bittere Nacht, unschuldig in estnischem Polizeigewahrsam.


Am Freitag, 27. April 2oo7 gegen 2o Uhr war mein Sohn Lucas und ich auf dem Heimweg vom Rathausplatz, wo wir uns mit mehreren Bekannten aus verschiedenen Ländern getroffen hatten (USA, Kanada, Shanghai, Schweden) um das schöne Wetter auszunutzen, zu unserem Appartment in der Liivalaia 26. Dazu mussten wir den Vabaduse Väljak überqueren. Dort hatte sich ein größeres Polizeiaufgebot versammelt, um für irgendetwas zu sorgen. Was genau, war mir nicht ersichtlich und den Polizisten wohl auch nicht recht klar, denn augenscheinlich war alles wie zu üblichen Tagen auf diesem Platz um jene Zeit. Unvermittelt ergriffen uns aber sogleich mehrere Polizisten und warfen uns auf den Boden in einem Polizeitransporter, wo auch schon einige Personen herumlagen. Gründe für dieses Drama wurden selbst auf Fragen hin mit den tiefgründigen Worten abgewehrt, „das ginge uns nichts an“. Das erscheint mir die estnische Variante der Achtung der Menschenrechte zu sein.
 

So landeten wir später in einem recht großen Raum, dessen meist unverputzte Wände aus Bruchsteinen waren. Ansonsten war der Raum weitgehend ohne Mobilar. Letztlich dann fanden sich dort etwa 2oo Personen, natürlich mit Kabelbindern so einschneidend gefesselt, daß eine normale Durchblutung nicht mehr gewährleistet war, wieder, die von mal vierzig, mal fünfzig schwer mit „Gummiknüppeln“ und Schlagstöcken bewaffneten Polizisten und vermummten Sondereinsatzkräften drangsaliert wurden, bis hin an den Rand der Folter. Spontan wie wahllos schlugen sie ohne ersichtlichen Grund auf die anwesenden „Aufständischen“ ein. Ich konnte selbst 11 solcher Knüppeleinsätze aus nächster Nähe beobachten, bis das Blut floß und Sanitäter kommen mußten, ebenso wie es mir selbst dann auch erging und auf dem anhängenden Bildern unschwer zu erkennen ist. Außerdem droschen sie irgendwann so auf mich ein, dass mein neues Hemd dabei zerfetzt wurde. Meinem Sohn Lucas erging es nicht besser bei diesen afrikanischen Methoden, die ich im Sudan und Uganda viele Male habe ansehen müssen. Man kann auch diese Folgen an uns deutlich auf anhängenden Bildern sehen.

Ganz abgesehen davon, daß mehr als die Hälfte der Einsitzenden eher einen hilflosen und zu gewaltsamen Demonstrationen kaum fähigen Eindruck machte und keinesfalls besoffen war, wie es der Volksmund und die offizielle Propaganda gerne hätte, waren die Polizisten bis auf wenige Ausnahmen heillos überfordert und sichtbar schlecht ausgebildet. Sie bewiesen ihre Stärke mit ziel- und planloser Gewalt gegen die Eingefangenen. Von Deeskalationsmaßnahmen hatten die allesamt jedenfalls noch nichts gehört.

Nun saßen wir mehr als zehn Stunden in der Freiheitsberaubung, ohne zu wissen warum denn, zu trinken gab es selbstverständlich nichts und auf die Frage nach einer Toilette wurde garnicht erst geantwortet, immerhin waren wir ja auch auf dem Rücken gefesselt und auf dem Fußboden zu sitzen verurteilt. Aufzustehen wurde sofort durch Schläge oder das Wegtreten der Beine geahndet. Einige Polizisten taten sich dabei besonders brutal hervor und traten schon mal im Vorübergehen den einen oder anderen gegen den Körper, also nicht nur gegen Beine, wie man mir einmal ziemlich derb und gezielt in die Geschlechtsteile trat.

Ich hatte also genügend Zeit das Treiben genau zu beobachten und wie ich schon sagte, waren die meisten aus körperlichen (Alter) oder gesundheitlichen Gebrechen zu eigener Gewalt gar nicht fähig, nur das konnten die schlecht gebildeten Uniformträger aber nicht erkennen.

Solch eine Behandlung von Menschen ist unter aller Würde wie ein Fremdwort und gegen alle Regeln der Menschenrechte, in zivilisierten Ländern zumindest. Keiner der Beamten trug ein Namensschild und auf meine mehrfachen Fragen danach wurde mir wiederum deutlich gesagt, daß mich deren Name nichts anginge. Ich fragte einige der "Strafgefangenen" nach ihren Namen und nur Wenige wagten es sich, ihren ganzen Namen zu nennen, aus Angst vor späteren Repressalien, wie es in totalitären Staaten ja üblich ist, wie sie mir sagten. All die Igors, Wassili`s, Juri`s, Valentins, Alexanders oder auch ein paar verlorene estnische Esten gab`s da.

Gegen 6 Uhr morgens wurde ich dann so tonlos entlassen, wie ich abends zuvor vergewaltigt wurde; ohne ein Wort der Erklärung oder gar Entschuldigung. Auf meine Frage, wie ich denn nun nach Hause komme, meinte man lakonisch, das sei mein Problem, ich sei ja auch hergekommen.

Die Polizei in Estland kann eben doch machen, was sie will, nach alter kommunistischer Manier. Da fällt es einem schon schwer, sich auf die Seite eines aufstrebenden und demokratischen Estlands zu stellen wenn man dann gefragt wird, wo denn die blauen und blutigen Flecken am Körper herkommen.

Alles in Allem bin ich ziemlich enttäuscht über die Methoden, wie estnische Behörden mit ihren und fremden Menschen umgehen. Man sollte also tunlichst um estnische Polizei, zumindest wenn man unschuldig ist, einen weiten Bogen machen. Ich wage mir zuzutrauen solch ein Ursteil abzugeben, lebe ich ja nicht nur seit mehr als fünf Jahren hier, sondern habe mehr als 14 Jahre in aller Herren Länder humanitäre Hilfe für Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Hilfe und für mein Land, die Bundesrepublik Deutschland geleistet und war immerhin 4o Jahre Bundes- später Landesbeamter und offiziell nach Estland abgeordnet. Ich kann also schon vergleichen. Ich glaubte auch hier an eine gewollte Demokratie, nur weiß man so im Einzelnen noch nicht, wie das aussieht. – So wie dieser Tage vollführt, jedenfalls nicht.

Das Schlimmste aber ist, was nun folgt. In Zeitungen und im Rundfunk wird penetrant verbreitet, man solle sich keine Gedanken dazu machen, denn es handele sich ja nur um Auswüchse Asozialer, Alkoholiker und Betrunkener. Das ist schon unwahr genug, daß aber der Innen- wie auch der Außenminister und der sogenannte Rechtsantzler öffentlich dreist behaupten, es gäbe überhaupt keine Unregelmäßigkeiten durch die Polizei, ist schlicht gelogen. Sie sind ihr Amt nicht würdig. Sie sollten sich schämen.

Aber dabei sind die Politiker in guter Gesellschaft und die dumme Masse nimmt es eben hin.

Alles zusammengenommen ist wohl mehr Ironie als wirkliche, ernsthafte Politik der Tag!

zum ersten mal hier veröffentlicht




Previous 10